NEUFASZIO® Online-Präventionskurs – jetzt starten

Beckenbodenschwäche nach der Geburt

Schon die Schwangerschaft selbst belastet den Beckenboden über Monate, nach der Geburt ist er deshalb oft gedehnt und geschwächt, unabhängig davon, ob vaginal oder per Kaiserschnitt entbunden wurde. Das zeigt sich als ungewollter Urinverlust beim Husten, Niesen oder Springen, als Gefühl von Schwere oder Druck im Becken, in ausgeprägteren Fällen als Senkung von Blase, Gebärmutter oder Darm.

Der Beckenboden ist Teil des großen faszialen Netzwerks, eng verbunden mit Zwerchfell, tiefer Bauchmuskulatur und Rücken, isoliertes Beckenbodentraining ist daher faszial gesehen zu lokal ausgerichtet. Das Zusammenspiel von Atmung und Bauchdruck spielt eine Rolle, wird beim Pressen oder Husten der Druck falsch nach unten statt nach innen geleitet, wird der Beckenboden zusätzlich belastet. Außerdem ist wichtig zu verstehen, dass der Beckenboden eine “Verteilerstation” von Kräften ist und in jede Bewegung integriert werden darf.

Bei spürbarer Senkung, anhaltendem Urinverlust oder Schmerzen gehört zuerst eine Abklärung bei spezialisierter Beckenboden-Physiotherapie oder gynäkologisch dazu. Gezieltes fasziales Beckenbodentraining nach der FASZIO® Strategie kann den gesamten Körper ansprechen und dabei immer Beckenboden, Zwerchfell und tiefe Bauchmuskeln einbeziehen. Osteopathie kann begleitend die Beweglichkeit von Becken, Bauchraum und Beckenboden in den Blick nehmen. Rückbildungsgymnastik unter fachlicher Anleitung kann sinnvoll sein.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Er verspricht keinen Behandlungserfolg.

Newsletter

Bleib auf dem Laufenden

Neue Kurse, Workshops und Impulse zu Faszien, Bewegung und Resilienz, direkt in dein Postfach.

Vertrag widerrufen