Eine Läuferin steigert ihr Training, plötzlich zieht ein Schmerz im Fuß oder Schienbein, der bei Belastung schlimmer wird und in Ruhe nachlässt. Oft steckt ein Ermüdungsbruch dahinter, ein feiner Haarriss im Knochen, der nicht durch einen einzelnen Unfall, sondern durch wiederholte Belastung über Zeit entsteht.
Wie entsteht so ein Bruch ohne Sturz?
Knochen passen sich an Belastung an, wird sie aber schneller gesteigert, als sich das Gewebe anpassen kann, summieren sich winzige Mikroverletzungen zu einem Ermüdungsbruch. Auch wenig belastbare oder einseitig trainierte Muskulatur und Faszie rund um den Knochen erhöhen dessen Beanspruchung.
Was hilft bei der Heilung?
Zuerst gehört bei Verdacht auf einen Ermüdungsbruch eine ärztliche und bildgebende Abklärung dazu, in ausgeprägten Fällen kann eine Ruhigstellung oder Operation nötig sein. Dazu kommen konsequente Belastungspause und Kühlung. Nach ärztlicher Freigabe können Osteopathie und Faszientraining begleitend die Ausrichtung und Kräftigung der umliegenden Muskulatur unterstützen. Nach einer angemessenen Regeneration braucht es eine langsame, gut geplante Steigerung von Trainingsumfang und Intensität, dazu ausreichende Ernährung (individuelle Mikronährstoffversorgung) für den Knochenaufbau.