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ISG-Beschwerden

Das Iliosakralgelenk, die Verbindung zwischen Kreuzbein und Beckenschaufel, hat nur einen minimalen Bewegungsspielraum, spielt aber eine wichtige Rolle bei der Kraftübertragung zwischen Oberkörper und Beinen. Ist seine Beweglichkeit eingeschränkt, spricht man von einer ISG Blockade, spürbar oft als einseitiger, tief sitzender Schmerz im unteren Rücken oder Gesäß, der sich beim Aufstehen, Drehen im Bett oder Treppensteigen verstärkt.

Über kräftige Bänder und ein dichtes Fasziennetz ist das Gelenk mit Becken, Wirbelsäule und Beinen verbunden, Dysbalancen aus ganz anderen Körperregionen, etwa eine Beckenverwringung oder wenig belastbare Rumpfmuskulatur, wirken sich deshalb häufig direkt hier aus. Eine ISG Blockade lässt sich selten isoliert verstehen.

Osteopathie kann begleitend Spannungsmuster rund um das Gelenk angehen und dabei helfen, die Beweglichkeit zu unterstützen. Faszientraining nach der FASZIO® Methode kann die Scherverschieblichkeit der Faszien und eine angemessene Stabilität unterstützen. Wärme entspannt die umliegende Muskulatur bei akuten Beschwerden. Bewusstes, symmetrisches Bewegen im Alltag kann dabei helfen vorzubeugen. Bei ausstrahlenden Schmerzen mit Taubheit oder Kraftverlust im Bein muss ein Bandscheibenvorfall ärztlich ausgeschlossen werden.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Er verspricht keinen Behandlungserfolg.

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