Der Name legt nahe, nur Tennisspielerinnen und Tennisspieler seien betroffen, tatsächlich trifft der Tennisarm, medizinisch Epicondylitis lateralis humeri, genauso Handwerkerinnen, Büroangestellte, Musikerinnen oder alle mit vielen monotonen Armbewegungen, etwa am Computer oder im Garten. Es handelt sich um eine schmerzhafte Reizung der Sehnenansätze am äußeren Ellenbogen, an denen die Streckmuskeln des Unterarms ansetzen.
Wie beim Golferellenbogen auf der Gegenseite des Ellenbogens ist meist der ganze Arm betroffen, nicht nur die schmerzende Stelle. Spannungen in Schulter, Nacken oder Handgelenk wirken sich über die fasziale Kette des Arms auf den Ellenbogen aus, ein Blick auf den gesamten Arm lohnt sich deshalb immer.
Osteopathie kann Schulter, Nacken, Arm und Handgelenk gemeinsam betrachten. Lösungstechniken als Selbstanwendung und Übungen zur Verbesserung der Dehnfähigkeit können ergänzen. Pausen, Technikanpassung und ein langsamer Belastungsaufbau helfen zusätzlich. Bei anhaltenden Beschwerden lohnt sich eine ärztliche Abklärung.