Schließen die Venenklappen in den Beinen nicht mehr richtig, staut sich das Blut auf dem Rückweg zum Herzen, sichtbar als geschwollene, verdrehte Venen. Dazu kommen ein Schweregefühl, Schwellungen nach langem Stehen oder Sitzen, juckende Haut und nächtliche Wadenkrämpfe. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, besonders in Schwangerschaft, Wechseljahren oder unter hormoneller Verhütung.
Drei Mechanismen spielen eine Rolle:
- Der Rücktransport des Blutes hängt stark von der Muskel, Faszien- und Gelenkpumpe ab, jeder Schritt presst die Venen zusammen
- Bewegungsmangel schwächt diese Pumpwirkung
- Aus osteopathischer Sicht kann auch eine eingeschränkte Beweglichkeit von Zwerchfell und Bauchraum den venösen Rückfluss zusätzlich erschweren, ähnlich wie bei der Bakerzyste beschrieben
Bei Anzeichen einer Thrombose (einseitige Schwellung, Schmerz, Rötung oder Wärme im Bein) gehört sofort eine ärztliche Abklärung dazu, ebenso bei ausgeprägten oder schnell fortschreitenden Krampfadern oder Hautveränderungen (phlebologische Abklärung). Regelmäßige Bewegung wie Gehen, Schwimmen oder Radfahren aktiviert die Muskelpumpe, Kompressionsstrümpfe unterstützen den Rückfluss. Osteopathie kann begleitend die Beweglichkeit von Zwerchfell, Bauchraum und Becken in den Blick nehmen.